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Keltisches Kreuz online legen

Stell deine Frage, misch den Stapel und lege zehn Karten im Keltischen Kreuz. Unter jeder Karte steht, wofür ihre Position steht und was sie für dich bedeutet.

Was ist das Keltische Kreuz?

Das Keltische Kreuz ist die bekannteste große Legung im Tarot. Mit zehn Karten bekommst du einen ausführlichen Blick auf eine Frage: woher sie kommt, was dich gerade bremst, was du dir wünschst und wohin sich alles entwickeln kann. Es eignet sich für Themen, die dich schon länger beschäftigen, etwa einen Jobwechsel, eine schwierige Beziehung oder die Frage, ob du in eine andere Stadt ziehst.

Für schnelle Alltagsfragen ist die Legung zu groß. Dafür reichen eine Tageskarte oder drei Karten. Nimm dir für das Keltische Kreuz etwa eine halbe Stunde Zeit, in der dich niemand stört. Formuliere die Frage offen, zum Beispiel „Was hilft mir bei der Entscheidung über den neuen Job?“ statt „Soll ich kündigen?“. So können alle zehn Karten etwas dazu sagen.

Die zehn Positionen

Die ersten sechs Karten bilden das Kreuz in der Mitte, die Karten sieben bis zehn liegen als Säule rechts daneben.

Tipps zum Lesen der großen Legung

Zehn Karten auf einmal können erschlagen. Fang deshalb nicht bei Karte eins an, alles im Detail zu lesen, sondern verschaff dir erst einen Überblick. Wie viele Große Arkana liegen? Je mehr, desto wichtiger ist das Thema für dich. Welche Farbe überwiegt? Kelche sprechen für Gefühle, Münzen für Arbeit und Geld, Schwerter für Gedanken und Konflikte, Stäbe für Pläne und Tatkraft.

Lies danach Paare, die zusammengehören. Karte 1 und 2 zeigen die Spannung im Kern. Karte 5 und 6 bilden die Zeitachse von gestern nach morgen. Karte 3 und 4 vergleichen, was du willst, mit dem, was dich unbewusst antreibt. Passen die beiden nicht zusammen, liegt dort oft der Grund, warum du nicht weiterkommst.

Die zehnte Karte ist kein festes Ergebnis. Gefällt sie dir nicht, schau auf Karte 7: Dort liegt dein Hebel, denn deine eigene Haltung kannst du am leichtesten ändern.

Tipp: Mach ein Foto oder schreib die zehn Karten auf. Eine große Legung erschließt sich oft erst beim zweiten Lesen am nächsten Tag.

Mit umgekehrten Karten legen

Mit dem Schalter „mit umgekehrten Karten“ kann jede Karte auch auf dem Kopf liegen. Eine umgekehrte Karte bedeutet nicht automatisch das Gegenteil. Meist zeigt sie, dass das Thema der Karte gebremst ist, nach innen gerichtet oder noch nicht ganz da. Für den Anfang reicht es, ohne umgekehrte Karten zu legen. Wenn du die Bedeutungen sicherer kennst, bringt der Schalter eine zusätzliche Ebene.

Woher kommt die Legung?

Bekannt gemacht hat das Keltische Kreuz der Brite Arthur Edward Waite. Er beschrieb es 1910 in seinem Buch „The Pictorial Key to the Tarot“, das zu dem Kartendeck erschien, das Pamela Colman Smith nach seinen Vorgaben gezeichnet hatte. Mit den Kelten hat die Legung trotz des Namens nichts zu tun, der Name spielt auf die Kreuzform an. Die Reihenfolge der Positionen wird heute in Büchern leicht unterschiedlich angegeben. Wir halten uns an die verbreitete Form, die auf Waite zurückgeht.

Häufige Fragen

Wie lege ich das Keltische Kreuz richtig?

Formuliere zuerst eine offene Frage und misch den Stapel. Dann legst du Karte 1 in die Mitte, Karte 2 quer darüber, Karte 3 darüber, Karte 4 darunter, Karte 5 links und Karte 6 rechts. Die Karten 7 bis 10 legst du von unten nach oben als Säule rechts neben das Kreuz.

Was bedeutet die zehnte Karte im Keltischen Kreuz?

Die zehnte Karte zeigt, wohin sich die Frage voraussichtlich entwickelt, wenn alles so weiterläuft wie bisher. Sie ist eine Tendenz, kein festes Schicksal. Wenn sie dir nicht gefällt, schau auf die siebte Karte, denn deine eigene Haltung ist der Punkt, an dem du am meisten verändern kannst.

Wie oft darf ich das Keltische Kreuz legen?

Zu einer Frage reicht eine Legung. Wer direkt neu mischt, weil ihm das Ergebnis nicht passt, bekommt nur widersprüchliche Bilder. Gib der Legung mindestens ein paar Wochen Zeit. Wenn sich in deinem Leben etwas Wichtiges verändert hat, kannst du die Frage neu stellen und vergleichen.

Soll ich das Keltische Kreuz mit umgekehrten Karten legen?

Das ist Geschmackssache. Ohne umgekehrte Karten ist die Deutung einfacher, deshalb ist das für den Anfang gut. Mit umgekehrten Karten bekommst du feinere Hinweise, etwa wo etwas blockiert ist oder sich noch entwickelt. Über den Schalter kannst du beides ausprobieren und vergleichen, was dir mehr bringt.